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Brunello di Montalcino - Faszination jenseits der Weinbeurteilungen

Über den hoch gelobten 2010er freuten sich Winzer wie Weinliebhaber. Seit diesem Monat steht der 2012er auf dem Prüfstand.

FOTO: Montalcino Ortsansicht, ein anderer Blick von Markus Bassler

Brunello ist ein richtiger Schatz - für Weinbauern ebenso wie für Weintrinker.  Der Name klingt wie ein Versprechen für allerhöchsten Weingenuss.
Sein Herkunftsort Montalcino liegt in der südlichen Toskana, ca. 100 Kilometer südlich von Florenz und 40 Kilometer von Siena entfernt. Hier thront der toskanische Ort majestätisch über seinen Weinbergen und lächelt dabei verschlafen. Mit seinen Bruchsteinmauern und ockerfarbenen Häusern mutet es allerdings eine Verschlafenheit an, die man innerorts kaum mehr findet. Im Sommer schlendern etliche Weinliebhaber aus aller Welt durch die schattigen Gassen und spüren dem Mythos Brunello hinterher. Nichts desto Trotz ist Montalcino ein landwirtschaftlich geprägter Ort geblieben. Auch wenn die Landwirtschaft mit seinen unterschiedlichen Kulturen nur etwa die Hälfte der Fläche einnimmt, bestimmen Olivenhaine, Weiden und Getreidefelder das Landschaftsbild. Und Weinberge natürlich. Vor allem Weinberge.
Das kleine Anbaugebiet und die Bekenntnis zu 100% Sangiovese, der hier Brunello genannt wird, waren und sind eine gute Grundlage für die Weltkarriere dieses Weines. Neben dem Brunello di Montalcino wird auch der fruchtigere Rosso di Montalcino , der nach 2 anstatt 5 Jahren in den Verkauf kommt, hier aus 100% Sangiovese erzeugt. Es ist jedoch in erster Linie der Brunello, dieser berühmteste Tropfen Italiens, dem die Weinfans in aller Welt einen Sonderehrenplatz im Keller reservieren. Er besitzt die Komplexität und die Lagerfähigkeit eines großen Rotweins.

Der Brunello 2012 stand im Februar 2017 auf dem Prüfstand. Mehr als 130 Winzer präsentierten den Journalisten aus aller Welt beim Benvenuto Brunello ihren Brunello di Montalcino 2012 und den Rosso di Montalcino 2015 bzw. 2014. Noch im Frühjahr 2013 wurde der 2012er von etlichen Fachleuten aufgrund des Wetters in  diesem Jahr als ein sehr schwieriger Jahrgang eingestuft. Die Ergebnisse in der Flasche belegen heute eindrucksvoll, dass das Anbaugebiet seine Fortschritte macht, d.h. dass eine gestiegene Zahl von Winzern den Wein zu einem spannenden Endprodukt begleiten kann. Der 2012er ist ein fordernder Jahrgang, der Sangiovese-Liebhabern viel Freude machen wird. Meine Auswahl an Topweinen des Jahrgangs: Cupano, La Fortuna, La Magia, Lisini, Poggio Antico, Casanuova di Neri, Stella di Campalto/San Giuseppe (erst 2019 auf dem Markt), Pian dell Orino (erst 2018 auf dem Markt) Salvioni, Le Potazzine, La Rasina, San Polino, Canalicchio di Sopra.

Alle Biowinzer in Montalcino listet der englische Weinjournalist und Biodyn-Experte Monty Waldin hier