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Brunello di Montalcino - Faszination jenseits der Weinbeurteilungen

Glückliches Montalcino - Große Nachfrage, Gewachsene Winzer, Geld für Weinberge

FOTO: Montalcino Ortsansicht aus dem Blickwinkel des Weinwelten-Fotografen Markus Bassler

Anlässlich der Feier zum 50. Geburtstages des Konsortiums im Mai 2017 wurde die neue App vorgestellt, die viele Infos zu den Weingütern, dem Anbaugebiet und den Weinen liefert. Vor allem der touristische Aspekt solle damit ausgebaut werden, so Präsident Patrizio Cencioni vom Weingut Capanna. Die Zahlen sind ermutigend, denn letztes Jahr wurden 20% mehr Besucher gezählt, insgesamt 1.2 Mill. Menschen, die 135.000 Übernachtungen genutzt haben.
Die Kommunikation mit potentiellen Kunden verlagere sich mehr und mehr in die Smartphone-Welt, was auch für die Weingutsführung gelte, mit solch neuen Plattformen und Schlagworten wie "Smart Specialisation" und "High-tech farming".

NEWS - Die App des Brunellos 

Für die Einführung gab es Lob von einem der Stars der Branche, Heini Zachariassen, Gründer von Vivino, dessen 23 Mill. Nutzer jeden Tag Hunderttausende Weine bewerten. Mit Hilfe des digitalen Outputs dieser Anwendungen liesse sich ein klares Profil des Brunello-Weintrinkers zeichnen, und Vivino hilft dabei, die einzigartigen Weine aus aller Welt kennen zu lernen. Die Community schaue genau hin bei den nächsten Schritten des Brunello di Montalcino in der digitalen Welt. Letztendlich sei die Meinung des Weintrinkers auf solchen Plattformen entscheidend für die Zukunft des Weines. Die Brunello App gibt es kostenlos beim Konsortium. Die App bietet viele Möglichkeiten der Weiterentwicklung, also erwarten Sie nicht alles auf einmal, auch in der digitalen Welt geht es langsam voran, es sei denn, man lässt die Nutzer die ganze Arbeit machen, d.h. die Einträge der Weinbewertungen selbst erledigen. (Anmerkung: Steffen Maus nutzt die App Vivino nicht).

Die reale Welt des Brunello

Brunello, das ist ein richtiger Schatz - für Weinbauern ebenso wie für Weintrinker. Schon der Name klingt wie ein Versprechen für allerhöchsten Weingenuss. Sein Herkunftsort Montalcino liegt in der südlichen Toskana, ca. 100 Kilometer südlich von Florenz und 40 Kilometer von Siena entfernt. Hier thront der toskanische Ort majestätisch über seinen Weinbergen und lächelt dabei verschlafen. Mit seinen Bruchsteinmauern und ockerfarbenen Häusern mutet es allerdings eine Verschlafenheit an, die man innerorts kaum mehr findet. Im Sommer schlendern etliche Weinliebhaber aus aller Welt durch die schattigen Gassen und spüren dem Mythos Brunello nach. Nichts desto Trotz ist Montalcino ein landwirtschaftlich geprägter Ort geblieben. Auch wenn die Landwirtschaft mit seinen unterschiedlichen Kulturen nur etwa die Hälfte der Fläche einnimmt, bestimmen Olivenhaine, Weiden und Getreidefelder das Landschaftsbild. Und Weinberge natürlich. Vor allem Weinberge.
Das vergleichsweise kleine Anbaugebiet und die Bekenntnis zu 100% Sangiovese, der hier Brunello genannt wird, waren und sind eine gute Grundlage für die Weltkarriere dieses Weines. Neben dem Brunello di Montalcino wird auch der fruchtigere Rosso di Montalcino, der nach 2 Jahren und nicht erst nach 5 Jahren in den Verkauf kommt, aus 100% Sangiovese erzeugt. Bislang war es jedoch in erster Linie der Brunello, dieser berühmteste Tropfen Italiens, dem die Weinfans in aller Welt einen Sonderehrenplatz im Keller reservierten. Doch auch der Rosso di Montalcino besitzt bei aller Trinkfreude bereits Komplexität und die Lagerfähigkeit eines großen Rotweins. Dieses Argument und weitere lesen Sie im Artikel des Spezials.

Im Jahre 2017, genauer gesagt im Februar, stand sein großer Bruder, der Brunello di Montalcino des Jahrgangs 2012 auf dem Prüfstand. Mehr als 130 Winzer präsentierten doppelt so vielen Journalisten aus aller Welt beim Benvenuto Brunello ihren Jahrgang des Brunello di Montalcino 2012 und des Rosso di Montalcino 2015 und 2014. Steffen Maus hat auch beim Brunello genau hingeschaut und berichtet von seinen Erfahrungen mit dem Jahrgang.

In Montalcino traf er auch den von ihm sehr geschätzten, englischen Weinjournalisten und Biodyn-Experten Monty Waldin, der auf seiner Seite die Biowinzer Montalicinos auflistet. Alle Biowinzer in Montalcino finden Sie bei www.chateaumonty.com