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Feudi di San Gregorio ist in Süditalien zuhause

Feudi auf einen der zwei großen Namen in Kampaniens Weinwelt zu reduzieren, ist lange überholt. Denn der Betrieb ist eines der führenden Weinunternehmen Süditaliens.

Der Erfolg des Weinguts hat viele Namen und ist dennoch mit einem ganz besonders eng verbunden: Antonio Capaldo. Dank des jungen Präsidenten, der seit 2009 an der Spitze  steht, werden nicht nur Ziele langfristig festgesetzt und mit Ausdauer verfolgt, das neue gut harmonierende Team wurde offenbar auch mit dem richtigen Gespür ausgesucht und trägt dazu bei, das Profil des Betriebes von Jahr zu Jahr zu schärfen. Das Foto zeigt Designer Massimo Vignelli (links) im Gespräch mit Antonio Capaldo. Die Fotos unten zeigen die Kellerei und den Koch Paolo Barrale mit seinem Team, der für das Restaurant in der Kellerei von Feudi seit Jahren einen Stern kocht.

Feudi di San Gregorio Spa
Loc. Cerza Grossa, 83050 Sorbo Serpico (AV)
Tel. +39 0825 986686, www.feudi.it

Einige ausgesuchte Weine aus dem Hause Feudi

PRIMITIVO - Ognissole, Apulien

ROMANICO - Tenuta Cefalicchio, Apulien

BASILISCO - Basilisco, Basilikata

GRECO DI TUFO Weißwein - Feudi, Kampanien

DUBL Sekt - Feudi, Kampanien

Bezugsquellen im Großhandel:
FEUDI, BASILISCO, DUBL - Abayan Hamburg
OGNISSOLE - CWD Hamburg
CEFALICCHIO - San Vicario, Bad Homburg

Zum Weingutsprofil, Nov 2016


Gleich geblieben ist im Hause Feudi das unumstößliche Bekenntnis zu den einheimischen Sorten des Anbaugebietes Irpinia. Greco, Fiano, Falanghina und Aglianico spielen nun einmal in den Weinbergen rund um Avellino die Hauptrolle. Auf stolze 350 ha eigene Rebfläche plus 300 ha im Vertragsanbau kann Feudi derzeit zurückgreifen. Im Jahr 2016 verbuchte das Unternehmen einen Umsatz von 22 Mill. € bei einem Absatz von 3,5 Mill. Flaschen. Hierin liegen der Exportanteil und der Rotweinanteil an der Produktion jeweils bei lediglich 35%. Antonio Capaldo hat sicher keine Angst vor großen Zahlen, konnte er doch im Finanz- und Consultingbereich Erfahrungen sammeln, bevor er an die Spitze des Familienunternehmens wechselte. Präsident Capaldo, verantwortlich für Vertrieb und Strategie, und der Friulaner Pierpaolo Sirch als Geschäftsführer und Weinberater sind ein kongeniales Team, das in wenigen Jahren viel bewirkt hat.

Auf Grundlagen vertrauen können

Dabei konnten sie natürlich auf die Grundlagen vertrauen, die am Standort Sorbo Serpico gelegt wurden. Es fällt schwer, nur einige herauszugreifen. So fand zum Beispiel im Jahre 2004 die Modernisierung der Kellerei ihren Abschluss, wobei die japanische Architektin Hikaru Mori und das Designerpaar Vignelli kreative Maßstäbe setzten.
Bereits im Jahre 2002 hat Feudi mit keinem Geringeren als Jacques Selosse?? begonnen, an den eigenen Sekten zu arbeiten und dabei die einheimischen Rebsorten als Basis benutzt. Das Ergebnis der für die Sektherstellung unerlässlichen perfektionistischen Herangehensweise,  zeigt sich in der Qualität der Schäumer auf Basis von Falanghina, Greco und Aglianico (als Rose).  
Und im Jahre 2001 hat Massimo Vignelli, der italienische Designer von internationaler Bekanntheit, die Etiketten anlässlich der 10. Ernte von Feudi in Sorbo Serpico entwickelt. Diese charakterisieren bis heute das Sortiment von Feudi und heben die Flaschen aus der Masse heraus, da sie etwas sehr Eigenständiges und ein fast zeitloses Design besitzen.
Auch das Jahr 1986 darf in dieser kurzen Aufzählung  und Rückbesinnung natürlich nicht fehlen, denn die zahlreichen, intensiven Studien mit Prof. Attilio Scienza zu den besten Anbaubedingungen der Rebsorten sind eine unabdingbare Basis für die heutigen Weine des Betriebes. Seit den erfolgreichen Neunzigern  mit dem ersten Jahrgang 1994 sind die Weine wie die Weinberge reifer und ausgewogener, und in gleichem Maße zurückhaltender geworden.

Die Strategie – Das Progetto Sud

Antonio hat das fortgeführt, was bereits Anfang des Jahrtausends angedacht war, und er hat als Unternehmensführer die Zeichen der Zeit zu lesen gewusst. Fast zwangsläufig mündete dies in der Erweiterung des Angebotes durch die erfolgreichen Weine aus dem Süden Italiens. Naheliegend, auch in geografischer Hinsicht, war der erste Schritt in die benachbarte Basilikata, in der mit dem Aglianico die gleiche Rebsorte angebaut wird, wie im Taurasi-Gebiet um Sorbo Serpico. An den Hängen des erloschenen Vulkans Monte Vulture erstreckt sich nach dem Erwerb des biologisch arbeitenden Traditionsbetriebes Basilisco im Jahre 2011 der Rebbesitz auf mehr als 35 ha Reben. Die Trauben des Aglianico del Vulture und des Fiano werden dort direkt in der modernisierten Kellerei verarbeitet.
Für das strategische Engagement in Apulien hat Capaldo einen Mann ins Boot geholt, der dort bereits jahrelange Erfahrungen sammelte: Francesco Domini ist der CEO Apulien, der die Partnerschaft mit dem Weingut Cefalicchio betreut. Cefalicchio ist im Anbaugebiet Castel del Monte zuhause und einer der ältesten biodynamischen Weinbaubetriebe des Südens. Die Weine aus den einheimischen Rebsorten Nero di Troia und Bombino Bianco besitzen einen sehr eigenständigen, tiefgründigen Charakter, der von Kennern erkannt und geschätzt wird.
Weitaus herausfordernder war der Aufbau des Weingutes Ognisole, das in Sava in der Nähe von Manduria beheimatet ist. Dort wurde im Jahr 2013 die erste Ernte eingebracht.  Das Sortiment der Kellerei besteht aus 6 Weinen aus einheimischen Sorten.
Nach Einschätzung von Domini und Capaldo ist Apulien ein außergewöhnliches Terroir mit sehr angesagten und vielversprechenden Rebsorten wie dem Primitivo, dem Negroamaro und Nero di Troia. Auch im geografischen Sinne ist es naheliegend, denn von Feudi in Sorbo Serpico bis zu Cefalicchio in Canosa di Puglia sind es gerade einmal 1,5 h Autostunden.

Angebotserweiterung – Italiens Filetstücke

Etwas weiter auseinander liegen dagegen die weiteren Filetstücke an Weingütern, die das Portfolio bereichern und erweitern. Aufgrund der engen und guten Zusammenarbeit war es naheliegend, dass Feudi die Distribution der friulanischen Weine von Pierpaolo Sirch übernommen hat. Die Heimat von Sirch, die Colli Orientali del Friuli in der Nähe von Cividale del Friuli, liefert eine breite Palette an weißen wie auch roten Weinen ebenfalls aus einheimischen Rebsorten.
Und erst im letzten Jahr hat Feudi viel Geld und Zeit in eine Kellerei und die dazugehörigen Weinberge innerhalb der berühmten Toskana-Herkunft Bolgheri investiert, in der die erste Ernte im Herbst 2016 unter der Verantwortung von Sirch bereits eingefahren wurde. Im Angebot sind ein Bolgheri Rosso, ein Cabernet, ein Rosato und ein Vermentino. Auch in Sizilien ist Feudi aktiv gewesen. So konnte im historischen Etna-Anbaugebiet, das sowohl bei den Winzern als auch bei den Sommeliers sehr großes Interesse weckt, ein kleiner Weinberg gekauft werden. Zudem ist das Joint Venture Viti del Vulcano ins Leben gerufen worden. Der erste Etna Rosso erscheint im Sommer 2017 auf dem Markt. Die Weinliebhaber und Fans von Feudi können sich auf weitere Terroir-Weine vom Etna in Sizilien und aus Bolgheri in der Toskana freuen. Und sie können zuversichtlich sein, dass die Zusammenarbeit von Capaldo und Sirch das Beste aus dem herausholt, was das jeweilige Terroir zu bieten hat.

Der Kreis schließt sich - Das Restaurant

Von den Weinbergen und Kellereiprojekten ist der Schritt nicht weit zu einem ganz wesentlichen Bereich der Weinkultur. Die Verbindung des Weines mit den Aromen einer ausgefeilten, modernen Küche ist für viele die ganz hohe Kunst und Masterclass der sinnlichen Weinerfahrung. Seit dem Jahre 2004 wirkt neben den Künstlern im Keller und hinter dem Schreibtisch ein weiterer Meister innerhalb der Mauern des Weingutes, sozusagen ein Magier der Aromen. Paolo Barrale kocht in seinem Restaurant Marenna bereits seit 2009 regelmäßig und hat sich damit nicht nur einen Michelin-Stern verdient, sondern präsentiert seine Gerichte mit so viel Professionalität und Kontinuität, dass der Besuch von Kellerei und Restaurant zu einem ganz besonderen Erlebnis werden. 
Seit 2007 können die Gäste sich auch noch mit einem Glas Champagner aus Kampanien von Neapel gebührend verabschieden. Die DUBL Bar im Flughafen von Neapel wie auch das eigene Restaurant San Gregorio  an gleicher Stelle zeigen die Verbundenheit mit der Region und dem Regionalen. Und sie zeigen auch die Weitsicht eins Markendenkens, welches die Qualität fest im Auge hat. Antonio Capaldo, der sein Handwerk bei Lazard und Mc Kinsey gelernt hat, agiert dort mit einer Klarheit und Ruhe, wie sie in der heutigen Zeit nur selten zu finden sind.
Aktuell arbeiten alle mit viel Engagement auch an den Contrade-Weinen, die die spezielle Mikroklimata in den Weinbergen des Fiano di Avellino, Greco di Tufo und Taurasi/Aglianico einfangen sollen. Selbstredend ist die bauchige Flaschenform wiederum ein Statement für Selbstbewusstsein und ein klares Bekenntnis zur Qualität. Die Weinliebhaber dürfen gespannt sein, was die nächsten Jahre noch so alles für den Gaumen bereithalten werden.