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Kellerei Bozen - Ein Megaprojekt (fast) fertig

Moritzing am Stadtrand von Bozen ist das neue Zuhause der Kellerei. Die Verantwortlichen haben Großartiges geleistet!

Der Neubau ist fast fertig! Geduld, Ausdauer und eine große Portion Südtiroler Gleichmut waren über etliche Jahre gefragt, um ein solches Mega-Projekt im Ballungszentrum Bozen zu realisieren. Keine Frage also, dass die Zusammenarbeit von Direktor Sparer und Kellermeister Filippi harmonisch ablaufen muss. Kein Wunder eigentlich, denn seit Ende der Achtziger Jahre sind sie ein Team; sind ihre Weine ein viel beachteter Teil der Südtiroler Erfolgsgeschichte.

Drei Jahrzehnte voller Tatendrang und Neugier

„Wir werden im Juli 2018 mit dem Weinverkauf ins neue Kellereigebäude einziehen und bis zur Ernte auch alle Stahltanks und Fässer aus dem altehrwürdigen Keller in Gries - aus dem Jahre 1870 - in den neuen Keller verlegt haben“, sagt Klaus Sparer.
Beeindruckend sind die Zahlen, denn mit einem Investitionsvolumen von mehr als 30 Mill. Euro ist die Kellerei das größte Weinbauprojekt in der Geschichte Südtirols. Rund 10.000 LKW-Ladungen Erde wurden bewegt, um den Keller auf seinen 4 Etagen in den Berg hinein zu bauen. Umso höher ist das Ergebnis zu bewerten, welches das Bozener Stadtbild und die Weinszene Südtirols auf die nächsten Jahre, ja Jahrzehnte prägen wird. Für den Kellermeister und sein Team wird dies ein ganz neues Gefühl sein, denn etliche Jahre verarbeiteten sie die Trauben in der Kellerei Gries und der Weinkellerei am Fuße des St.Magdalener-Hangs im Norden Bozens.

Die Traubenqualität ist vom Feinsten

Schon bei der Fusion der Genossenschaften Bozens im Jahre 2001 hatten die beiden ihr Geschick bewiesen. Lange Jahre galt das ungeschriebene Gesetz, dass rechts der Talfer die Trauben zur St. Magdalener geliefert werden, links des Flusses war Grieser-Territorium. „Heute treibt jeden Weinbauern der Ehrgeiz an, dass seine Trauben in den erfolgreichen Weinen St. Magdalener Huck am Bach bzw. dem Grieser Lagrein Collection Verwendung finden“, erklärt Sparer. 224 Bauern bei der Stange und bei Laune zu halten ist beileibe ein Kunststück, das die Südtiroler sehr gut beherrschen, weil sie es auch als soziale Aufgabe sehen.
„Dank der fleißigen und ehrgeizigen Bauern in Südtirol, für die es auch um die Ehre geht, können wir auf beste Traubenqualität bauen“, sagt Filippi und ergänzt: „Und diese stammt aus besten Lagen, denn hierin besitzt Südtirol ein großes Plus, weil es so variabel in puncto Bodenstruktur und Mikroklimata ist.“ Die Weinberge der Kellerei erstrecken sich von 200 m am Grieser Boden bis auf 900 m über N.N. am Ritten in Unterplatten. Oder anders gesagt: Von leicht erwärmbaren Schuttböden in Gries bis sandig-lockeren, gut durchlüfteten Porphyrböden an den warmen Hängen des Rittens.
15 verschiedene Rebsorten (von 350 ha Weinbergen) werden in Bozen jedes Jahr geerntet und verarbeitet. Aus dieser Vielfalt resultiert fast zwangsläufig ein umfangreiches Sortiment. Die Kellerei Bozen überzeugt hierbei nicht nur mit ihrer Höfelinie bzw. den Weinbergsweinen, sondern auch im einstelligen Preissegment.

Herausragende Lagen für eine Vielzahl von Rebsorten

Der St. Magdalener und Lagrein, beides authochtone Rebsorten Südtirols, erfreuen sich großer Beliebtheit. So gewann der St. Magdalener wiederholt den Publikumspreis beim prestigeträchtigen Vernatsch-Cup. Relativ neu ist der Weinbergswein Moar - eine Selektion des St. Magdalener aus Vernatsch und etwas Lagrein - der bereits nach wenigen Monaten ausverkauft ist. Vernatsch ist in Bozen beileibe kein Auslaufmodell. Natürlich kennen alle den höchstprämierten Lagrein Italiens, die Riserva Taber, den Filippi bereits im Jahre 1988 kreierte. Für diese Rebsorten ist die Kellerei gesetzt und auch nördlich der Alpen wächst das Interesse am tiefdunklen Lagrein und hellroten Vernatsch als authentischer Ausdruck Südtirols.
Auf ihre Weinhöfe sind die Südtiroler besonders stolz, denn damit legen sie die Grundlage für die Ausdrucksstärke ihrer Weine. Ihre Mitglieder verteilen sich auf verschiedene Gemeinden von St. Magdalena über Gries und Siebeneich bis nach Missian unterhalt der Mendelzugs. Eine aufwendige Detailarbeit für Filippi und sein Team. Doch der Weinmacher beherrscht den Umgang mit Rotwein wie den weißen Burgundersorten gleichermaßen. Ganz besonders liegen ihm auch die aromatischen Sorten wie der Sauvignon blanc am Herzen, mit dem er sich international messen kann. Beim Sauvignon setzt Filippi nicht auf die Kopie eines grasgrünen Neuseeländers oder eines feuersteinigen Pouilly-Fume, sondern auf den mineralisch-duftigen Charakter eines Südtiroler Sauvignons, der seine Herkunft im Geschmack transportiert.

Sauvignon blanc ist pure Magie der Aromen

Diese Riserva vom Sauvignon ist ein New-Entry, den Filippi im Jahre 2013 erstmals auf die Flasche brachte. Die ausgewählten Trauben sind eine Selektion der besten und ältesten Stöcke aus dem Weinberg Mock unterhalb des Ritten auf 550 m ü. NN. Erfahrung mit dieser Rebsorte besitzt der Kellermeister seit nunmehr 30 Jahren. Damals kelterte er seinen ersten Sauvignon blanc vom Mockhof, der übrigens einer der ersten Weißweine im Sortiment der Kellerei überhaupt gewesen ist. „Diese Riserva erhält eine extralange Zeit auf der Feinhefe, wodurch die Aromen konserviert und die Mineralität betont wird“, führt Filippi aus. In der neuen Riserva-Linie ist auch ein Chardonnay zuhause, dem eine vergleichbare Sorgfalt zuteil wird. Wie der Sauvignon blanc wird auch der Chardonnay behutsam im Holz ausgebaut. Wenn man den jüngsten Informationen Glauben schenkt, dann hat Filippi noch ein rotes Pfund im Keller, mit dem er rechtzeitig zur Eröffnung der neuen Kellerei die Riserva-Linie erweitern könnte. Geduld ist auch hier gefragt, die viele Kunden, Freunde und die Verantwortlichen selbst zur Genüge besitzen. Nach Meinung vieler zählt Bozen heute zur Spitze des kleinen Weinlandes und die neue Kellerei wird diese Spitzenposition weiter festigen. Stephan Filippi und Klaus Sparer haben hinlänglich bewiesen, dass sie mit Herausforderungen umgehen können, denn wer den Tiefschnee auf Skiern beherrscht, den kann nichts so leicht aus dem Gleichgewicht bringen!

KELLEREI BOZEN
Grieser Platz, 2 - 39100 Bozen (bis Juli 2018)
Moritzing - 39100 Bozen (ab Juli 2018)
Tel. +39 0471 27 09 09
info@kellereibozen.com

Die Vertretung in Deutschland – GES Sortentino www.ges-sorrentino.de

Der Partner in der Schweiz – Brancaia Vintra www.vinothek-brancaia.ch

Der Kontakt in Österreich – Wedl www.wedl.com

Weingutsprofil (pdf) der Kellerei Bozen, Nov 2017

Foto unten: Kellermeiser Stephan Philippi und Geschäftsführer Klaus Sparer, seit fast 30 Jahren ein erfolgreiches Team.