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Weinreisen nach Conegliano und Valdobbiadene, der Heimat des Prosecco

Sommeliers und Journalisten verraten Ihnen ihre Entdeckungen in den Hügeln des Prosecco Superiore DOCG

Für manche mag das allzu schulmeisterhaft klingen, wenn wir zu Beginn das Basiswissen vermitteln. Für uns ist es die Grundlage für die Faszination Wein. Neben dem „schmeckt mir“ gibt es Weine, die eine ganz besondere DNA besitzen. Dazu zählt der Prosecco Superiore und der Weinliebhaber tut gut daran, ihn gegenüber dem Prosecco DOC oder einem Sekt bzw. frizzante abgrenzen zu können.

Die Grundlage vieler italienischer Weine, und das gilt zweifelsohne auch für den DOCG Prosecco, ist das wunderschöne Anbaugebiet, und dies ist keine Übertreibung des inflationären Marketingjargons. Prosecco Superiore Conegliano Valdobbiadene ist eine DOCG im östlichen Venetien, lediglich 50 km von Venedig entfernt. Genauer gesagt ist es ein hügeliges Gebiet innerhalb der Provinz Treviso, das sich zwischen den Orten Valdobbiadene und Conegliano erstreckt. In West-Ost-Richtung zwischen den Dolomiten im Norden und der Adria im Süden. Die venezianischen Adligen verbrachten ihre Sommermonate gerne in den Hügeln, um der feuchten Schwüle der Lagune zu entkommen. Denn das milde Klima prägen moderat kalte Winter und warme, aber nicht schwüle Sommertage.

Das Überraschendste für viele Prosecco-Liebhaber ist die Tatsache, dass hier die Trauben zu einem Großteil an steilen Hängen angebaut werden, was für eine Sektregion ungewöhnlich ist. Die Reihen der Rebstöcke schmiegen sich an die Kontur des Hanges an, werden von Laubwaldarealen eingerahmt und die kleinen Weindörfer sind mit ihrer kantigen, venezianisch-geprägten Architektur dazu ein harmonischer Kontrast. Kein Wunder also, dass auch das kleine und feine Prosecco-Ursprungsgebiet, ebenso wie das Duoro-Tal in Portugal, in der Liste der Kandidaten für die Anerkennung als Weltkulturerbe der Unesco steht.


Lediglich fünfzehn Gemeinden zählen zu dem Anbaugebiet, etwas weniger als ein Drittel der Fläche ist mit Reben bepflanzt. Gerade zu winzig, im Vergleich zum Prosecco DOC, der angrenzend im östlichen Venetien und dem gesamten Friaul angebaut werden darf. Drei Orte sind in der Kurzcharakteristik maßgeblich: Das kleinstädtische Conegliano beherbergt die erste Weinbauschule und Forschungsinstitut Italiens. Hier sitzen das Gehirn und der Motor des Aufschwungs. Die Weinberge erstrecken sich auf sanfteren Hügeln und laufen zur Ebene hin aus. In Valdobbiadene ist der zweite Erfolgsgarant zuhause. Hier sitzen die meisten Kellereien, hier sind die Weinberge am steilsten. In Farra di Soligo vereinen sich die Vorzüge beider Pole zu einer abwechslungsreichen Landschaft und Winzerszene. 

Wein wird in Conegliano, Farra di Soligo und Valdobbiadene an den die Sonne einfangenden Hügeln angebaut, zwischen ca. 50 und 500 m Höhe, während sich an den Nordhängen hauptsächlich Laubwald ausbreitet. Mit der Rebfläche von rund 7.200 ha besitzt das Gebiet eine überschaubare Größe, rund 180 Weingüter und Kellereien sind im Konsortium versammelt, das mit den Rive-Steillagen und der 107 ha kleinen Cartizze-Unterregion gleich zwei herausragende Qualitätsargumente anführen kann. „Cartizze“ umfasst die Hänge zwischen den Valdobbiadene-Ortsteilen Saccol, San Pietro di Barbozza und Santo Stefano. 
Die 43 ausgewählten Weinbergslagen, die sich „Rive“ nennen dürfen, erstrecken sich über das gesamte Gebiet.

Der zwischen den Orten Conegliano und Valdobbiadene hergestellte Prosecco besitzt seine eigene, faszinierende Geschichte, doch vor allem die letzten 30 Jahre brachten Qualitätsfortschritte und Erfolge in den Weinmärkten mit sich, die keiner für möglich gehalten hätte. Nachdem die Winzer in Deutschland den Markt erobert und ihre starke Position gegenüber den Nachahmern und Konkurrenten verteidigt haben, sind die bekannten Marken und Winzer nun in der Schweiz, England, Amerika und Asien erfolgreich. Mehr als 80 Mill. Flaschen pro Jahr werden erzeugt, und fast die Hälfte wird mittlerweile im Ausland getrunken. Über die Jahrzehnte hat Conegliano-Valdobbiadene zweifelsohne den Grundstein für den großen Erfolg des Prosecco Superiore und auch des Prosecco DOC gelegt. Das Getränk ist dolce vita in Reinform, modern, zwanglos und heiter, in der ganzen Welt geschätzt und beliebt. 
Conegliano-Valdobbiadene, 2009 zur DOCG ernannt, ist in diesem Zusammenhang die erlebbare, weil greifbare Faszination und Spitze der Qualitätspyramide der Prosecco-Welt. Sein Glanz strahlt alle an, die es wissen möchten.

UNSER TIPP: Sehr beeindruckt waren die Sommeliers von den modernen, deutsch synchronisierten Lern-Videos, die Ihnen die Schönheit und die Besonderheiten des Prosecco Superiore auf kurzweilige Art erklären. Fürs Auge und die Ohren! 
www.prosecco.it/de/academy

Foto oben: Faszinierend wie sich die Weinreben entlang den Konturen und steilen Hängen nahe Valdobbiadene schlängeln.
FOTOS: copyright Steffen Maus, Lutz Schulmann, Konsortium
CAMPAIGN FINANCED ACCORDING TO (EC) REGULATION NO.1308/2013.

Foto unten links: Karte mit den Weinorten des Prosecco Superiore DOCG, öffnet sich per Mausklick.
Foto unten rechts: Die Qualitätspyramide des Prosecco, öffnet sich per Mausklick