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Bolgheri Rotweine - Das Essen und der angemessene Preis

Was darf ein guter Bolgheri kosten? Was schmeckt dazu am besten?

Ein typisches Menü in der Enoteca von Francesco Tognoni könnte so aussehen: Nach einer zuppa di farro con verdure, einer Suppe auf Basis der alten Weizenart Farro, schön mit Gemüse angereichert, serviert er pappardelle con ragù di cinghiale, hausgemachte breite Bandnudeln mit Wildschweinragout, und als Hauptgang brasato di manzo al vino rosso, langsam in Rotwein geschmortes Rind, dazu Kartoffelpüree.

Bolgheri - Was kosten die Weine rund um den Globus?

Die Preisempfehlung im deutschen Fachhandel sind 40 bis 50 € für den Bolgheri Rosso. Ausnahmen sind Sassicaia, Ornellaia und vor allem Masseto, die jenseits der 100 € anderen Gesetzen der Schwerkraft unterliegen. Beim Zweitwein, dem „kleinen“ Bolgheri, der von jungen Weinbergen stammt und weniger komplex und kraftvoll in diese Weinwelt einführen kann, liegen die Preise um die 20 €. Nur bei Ornellaia und San Guido bekommt man dafür standesgemäß den Drittwein Le Volte bzw. Le Difese.

Das sagt der erfahrene Weinhändler Rene Sorrentino zum Bolgheri: Diese „neuen“ Weine aus vorwiegend französischen Rebsorten von der toskanischen Küste sind qualitativ gesehen natürlich auch nicht einheitlich, aber es existieren grandiose Beispiele für eigenständige Persönlichkeit, Finesse, Tiefe, Komplexität, Potential... Dabei handelt es sich regelmäßig um Weine, die nicht günstig einzukaufen sind – eher im Gegenteil. Daher spielen sie in „normalen“ Supermärkten eine sehr untergeordnete Rolle, auch weil diese Gewächse gegenüber der Verbraucherschaft sehr erklärungsbedürftig sind.
Der Fachhandel hingegen wird an diesen Weinen nicht vorbeikommen (wollen). Denn es gibt eine Reihe von Etiketten, die Kultstatus besitzen und darüber hinaus eine Menge ambitionierter Winzerbetriebe, die Erstaunliches auf die Flasche bringen. Es handelt sich also um - in vieler Hinsicht - sehr besondere Weine, die für einen Fachhändler auch immer die Eignung mit sich bringen, das eigene Renommée zu erhöhen und sich selbst zu profilieren. Weil es ja genau die Aufgabe eines Weinspezialisten ist, solche Kreszenzen zu entdecken und einer probierfreudigen Klientel anzubieten. Preise variieren sehr: Zwischen 12 € und mehr als 100 € für einen gesuchten Wein aus tollem Jahrgang sind denkbar.
Vorbehalten der gehobenen Gastronomie, dabei spielt es keine Rolle, ob italienisch-lastig oder nicht. Ausgeprägte Konzentration auf bestimmte, bekannte Etiketten.