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Die Region Marken mit ihrer langen Adriaküste

Die Heimat des kurvenreichen Weißweins Verdicchio

Endlose Sandstrände, feinste Küche, beeindruckende Palazzi und ein paar Klosterkirchen, über die Franz von Assisi Bauklötze gestaunt hätte – das alles zeichnet die italienische Region Marken aus. Gioacchino Rossini wählte das markische Städtchen Pesaro zum Leben, der Dichter Carlo Goldoni verewigte den Küstenort Senigallia samt dessen mittelalterlicher Handelsmesse in seiner Musikkommödie „la fiera di sinigaglia“ – und Amerikas first lady Michelle Obama trägt Schuhe aus den „marche“. 

Wunder gibt es immer wieder

Giuseppe da Cupertino war nicht besonders reizbar. Nur er hob schnell ab. Übereinstimmend bestätigten Bekannte und Kollegen, dass der Giuseppe immer mal wieder über dem Boden schwebte, einmal angeblich sogar 60 Meter hoch. Ohne besonderen Grund eigentlich und manchmal sogar gegen seinen Willen, das ist verbürgt. Doch solche fliegerischen Fähigkeiten sprachen sich herum, und das konnte dem Mönch aus den Marken nicht wirklich recht sein. 

Im Glauben sind wir stark

Da Cupertino lebte im 17. Jahrhundert, als Phänomene, die nicht eindeutig erklärbar waren, gerne dem Teufel  zugeschrieben wurden, und dann war es vorbei mit dem Mönchsein. Aber Giuseppe blieb ansonsten auf dem Teppich. Er war ein untadeliger Franziskaner, wurde später sogar heiliggesprochen und sein Kloster in Osima bei Ancona zur Pilgerstätte. Diese kleine Geschichte mit ihrer Mischung aus Mythos und Pragmatik könnte kaum eine bessere Kulisse finden als die Marken. In der lange unbeachteten Region haben sich die Menschen mit Realitätssinn und praktischem Fleiß eine florierende Wirtschaft aufgebaut. Gleichzeitig hängen sie leidenschaftlich an Traditionen und Legenden. Schließlich halten viele die Geschichte für genauso wahr wie die, dass Engel das Haus der Jungfrau Maria im nahen Loreto abgesetzt haben. 

Gigantische Basilika und karger Keller

Da, wo das Geburtshaus der Maria von Nazareth einst gelandet sein soll, steht heute eine gigantische Basilika. Vorbei an vergoldeten Figuren und leuchtend bunten Fresken gelangt man in den kleinen Kellerraum aus kahlem Stein. In der schlichten Kate kann man sich fragen, ob der kleine Jesus hier immer seine Latschen herumliegen ließ und ob seine Mutter ihn dafür ausschimpfte. Aber nur kurz, dann erinnert einen der Hintermann mit einem Stups daran, dass jährlich eine Million Menschen nach Loreto kommen, um das Marienheim zu sehen. Wegen der himmlischen Vorgeschichte der Madonna von Loreto stellte ein Papst des 20. Jahrhunderts, Benedikt xv., kurzerhand die Piloten unter ihren Schutz. Neben dem Petersdom in Rom ist die Kirche der zweitwichtigste Wallfahrtsort Italiens und doch nur einer von vielen Reizen der Marken.