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Kurz eingeschenkt (in wenigen Worten) - Süditalien

Sizilien, Apulien, Kampanien locken mit Nero d'Avola, Primitivo und Aglianico die Weinliebhaber in ihr faszinierendes Reich.

FOTO: Strassenszene vor einem Cafe im Zentrum des Küstenortes Amalfi in Kampanien.

Lange Zeit nur Lieferant von Fasswein an Kellereien im Norden haben sich die Regioenen in Süditalien, allen voran Sizilien in den letzten 20 Jahren einen festen Platz auf dem Weinmarkt erobert. Denkt man bei Sizilien oft an Marsala, den angereicherten Süßwein, hat sich die Insel mit ihren 130 000 Hektar Rebflächen inzwischen jedoch einen Namen mit ihren, nicht selten ausgezeichneten trockenen Weiß- und Rotweinen gemacht. Man denke nur an den roten Nero d’Avola. Gute, oft verblüffend frische Weiße geben die Sorten Ansonica und Cataratto und selbst der Grillo bei guten Erzeugern. Dabei zeigen Siziliens Winzer eine beispielhafte Dynamik.  

Apulien mit 105 000 Hektar Reben, groß wie Deutschland oder Südafrika, produziert auf fruchtbaren Ebenen und sanften Hügeln Unmengen an trivialem Wein. Aber eine ganze Anzahl engagierter Weinunternehmen findet mit Weinen aus einheimischen Sorten wie Negroamaro und Primitivo international Anklang. Dadurch sind einige der mehr als zwei Dutzend DOCs zu einem Begriff geworden wie Primitivo di Manduria, Salice Salentino oder Leverano sowie Castel del Monte mit seiner Uva di Troia.

Interessante Rotweine in Küstennähe

Nordwestlich von Bari in den Bergen liegt die Basilicata, wo an den Hängen des Monte Vulture der kräftige, intensive Aglianico del Vulture reift, der zu den interessantesten Roten Italiens gehört.
Trotz hervorragender Sorten wie dem roten Aglianico, der im DOCG Taurasi Riverva Spitzenform erreicht, und den faszinierend eigenständigen gleichnamigen weißen, die beim Greco di Tufo und Fiana di Avellina ebenfalls höchsten Status empfingen, tut sich die altehrwürdige Weinregion Kampanien auf den Hügeln an der thyrrhenischen Küste schwer.
Kalabrien ganz an der Stiefelspitze ist die Heimat des Gaglioppo, der den kernigen Rotweinen eigenen Ausdruck gibt, vor allem in der DOC Cirò. Leider gelingen nur wenigen Weingütern auf den Hanglagen überzeugende Gewächse.  

Sardinien führt ein Inselleben

Sardinien hat sich auch beim Wein eine eigene Identität bewahrt, nicht zuletzt mit dem vollmundigen Cannonau, der einst von Katalanen eingeführten Garnacha. An der Nordspitze der Insel wird reizvoller, frischer Vermentino di Gallura gekeltert. Im Osten profiliert sich die DOC Alghero mit guten Cuvées aus einheimischen Sorten.

Von allen Anbaugebieten machen Kalabrien und Sardinien den verschlafendsten Eindruck, aber gerade darin kann eine Chance für die Ursprünglichkeit liegen, die hier zweifelsohne noch zu finden ist. Im Keller sollte jedoch das moderne Weinwissen und die Sauberkeit zur Erzeugung bekömmlicher Weine den Vorrang haben.

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