Prowein 2017 - Verkostungsseminare mit Steffen Maus (Kopie 1)

Prowein 2017 - Verkostung mit Steffen Maus, Weinjournalist/Buchautor
am Stand des Valpolicella und Amarone (Halle 15 F41)

11 Uhr Sonntag - Valpolicella Doc 2015 - Trinkfreude pur! - noch 8 Plätze

mit Entdeckungen aus der Classico und DOC-Gegend von Fidora (Bio), La Collina dei Ciliegi, Tenute Ugolini, Villa San Carlo, Dal Cero

15 Uhr Sonntag - Amarone Docg 2011 - War es der perfekte Jahrgang? - Ausgebucht

mit Klassikern wie Santa Sofia, hoch gehandelten Geheimtipps wie Massimago und jungen, unentdeckten Weingütern wie Fattori, Monte Cillario, Tenuta Santa Maria und Vigneti di Ettore

11 Uhr Montag - Valpolicella Ripasso Doc - Erfolgreich im Markt! - noch 2 Plätze

mit den Weingütern Corte Rugolin, Novaia, Rubinelli Vajol, Sartori, Aldegheri, Villa Mattielli und ihren Ripasso-Weinen der Jahrgänge 2015, 2014 und 2013

15 Uhr Montag - Amarone Doc 2001, 2004, 2008 - Was kann der Amarone? - Ausgebucht

mit gereiften Weinen von Buglioni, Cantina di Negrar, Secondo Marco, Villabella, Villa Canestrari, Cesari

Dauer jeweils 35-40 min, Verkostung von 6 Weinen und Präsentation des Anbaugebietes. Platzreservierung an steffen@wein-welten.com. Das Weinposter Italiens Weinwelten liegt aus.

Verona - Anteprima Amarone 2o17

Die Veranstaltung Anteprima Amarone 2017 Verona fand am letzten Januarwochenende im Palazzo della Gran Guardia mitten in Verona statt. Die Opernstadt in der Region Venetien (Veneto) ist das städtische Zentrum der Weine aus dem Valpolicella. Valpolicella kannten schon die Griechen, zumindest wird der greco-romanische Name Val poli cella "Tal der vielen Keller" auf Sie zurückgeführt. Tatsächlich gibt es hier einige Weinkeller, deren Geschichte bis ins erste Jahrtausend nach Christus zurückreicht ( zb Corte Archi aus dem Val di Marano). Bei der Anteprima ging es jedoch um den Amarone di Valpolicella 2013, einer der Topweine Italiens, die welweit neben Barolo und Brunello geschätzt werden. Zur Eröffnung diskutierten die Funktionäre des Consorzio di Tutela dei Vini Valpolicella (Verband der Erzeuger der Weinregion Valpolicella) recht kontrovers über die strategische Ausrichtung des Verbands. Es ging um die Positionierung und das Standing des Amarone im Vergleich zum Barolo und die Mengenverteilung zwischen den Weinen Valpolicella, Valpolicella Ripasso und Amarone. Ab dem Jahrgang 2010 tragen übrigens der Amarone und Recioto die exklusive DOCG-Bandarole (>75 DOCG’s in Italien) und nicht mehr die DOC-Bandarole (>550 DOC’s in Italien)

Der Amarone di Valpolicella ist ein DOCG-Wein, der aus den getrockneten Trauben der Rebsorten Corvina, Rondinella und Molinara entsteht. Nach der Lese werden die Trauben auf Holzgittern natürlich im Wind um den Gardasee oder kontrolliert mit Ventilatoren getrocknet. Bei diesem Vorgang, im italienischen Appasimento wird das Mostgewicht auf die Hälfte reduziert. Der Gärungsprozess der bei normalen Weinen schon im Oktober direkt nach Lese beginnen kann, findet beim Amarone erst im Januar/Februar des Folgejahres statt und da ist es in der Regel deutlich kälter. Der Wein erhält dadurch Noten von Rosinen, Rumptopf, Teer, schwarzer Schokolade und Altholznoten. Früher wurden die Trauben auf dem Dachboden bei offenem Fenster mit den Winden vom Garda-See getrocknet, heute geschieht das vielfach in technisierten Trockenräumen. Hefepilze, die den Zucker im Wein vergären, sterben in der Regel bei einem Alkoholgehalt von 15 Vol% ab und die Gärung stoppt. Im Gebiet des Amarone indes kommen Hefen natürlich vor, die in der Lage sind, den Wein weiter auf 16-18 Vol% vergären. Die Kunst beim Herstellen des Amarone liegt nun vor allem darin, die vielschichtigen Noten mit dem starken Alkoholgehalt in Einklang zu bringen. Um die Tannine zu extrahieren wird der Wein lange auf der Maische - den Schalen der ausgetrockneten Beeren - vergoren.

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