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Barbaresco-Reisetipp: Ostu di Djun

Essenstipp Osteria Ostu di Djun im Piemont: Erwartungen voll erfüllt!

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Es stimmt: In unglaublicher, nahezu verschwenderischer Weise, vereint das Ostu di Djun all die leisen Versprechen aus unserer Reisetipp-Beschreibung in sich und noch mehr. Schon die Begrüßung macht uns noch sprachloser, als wir (zwei deutsche Paare, der italienischen Sprache nicht mächtig und rein zu Urlaubszwecken im Piemont) es ohnehin schon sind.
Die Begrüßung erledigt der Besitzer Ciano höchstpersönlich. Er schenkt uns aus einer seiner legendären Magnumflaschen Prosecco aus, gerne auch nach, und serviert dazu, direkt aus der Pfanne, heiß und knusprig, frisch gebratene Garnelen, die wir auf einer Hollywoodschaukel sitzend genussvoll vernaschen.

Es geht los

Dann werden wir huldvoll zu unserem Tisch geführt. Es ist Sommer, wir essen draußen. Die Tische im Garten wirken wahllos platziert, der Garten selbst sieht aus, wie ein ganz normaler Garten, mit Büschen und Blumen und einer zertrampelten Wiese. Ohne Möbel käme wahrscheinlich niemand auf die Idee, dass hier Abend für Abend rund 80 Menschen bewirtet werden. Wir fühlen uns ein bisschen wie zu Hause, aber uns ist schnell klar: Ohne Reservierung hätten wir an diesem gewöhnlichen Mittwochabend Ende Juli nicht die geringste Chance auf einen der begehrten Tische gehabt: Der Garten ist im Handumdrehen rappelvoll.
Wir schauen uns verstohlen um. Ciano begrüßt jeden Gast, wie einen guten, alten Bekannten und schwebt gutgelaunt von Tisch zu Tisch. Dabei verteilt er seine Magnumflaschen und – wie ich den Lachern der Nachbartische entnehme – schlagfertige Sprüche, ebenso verschwenderisch wie gekonnt.

Was soll man essen?

Eine Menükarte gibt es nicht, wählen können wir dennoch unter den zahlreichen von Ciano oder seinen Helferinnen aufgezählten Speisen. Ich erinnere mich an Insalata Russia, Carpaccio, gegrilltes Gemüse, Minestrone, verschiedene selbstverständlich hausgemachte Pasta oder Gnocchi, Wildschweinragout und Kaninchen, Käse, Tiramisu und Gelato, aber das ist nur eine Auswahl, ohne Anspruch auf Vollständigkeit.
Der Wein geht nicht aus, die Gäste strömen nach wie vor, es folgen Espresso und Grappa bis zum Abwinken. Nach viereinhalb kurzweiligen Stunden fühlen wir uns angenehm satt, aber nicht überfressen, müde, aber  nicht gelangweilt, trunken, aber nicht (nur) vom Alkohol und wir folgen Ciano an die Bar, wo er schnell, ohne zu zögern ein paar Zahlen in seinen Rechner tippt und uns anschließend 180 mündliche Euro in Rechnung stellt.
45 € pro Person für insgesamt fünf hervorragende Gänge und Wein und Grappa und Kaffee so viel man trinken kann oder will: Wir zahlen sie sehr gerne und sagen: Ciao Ciano, bis zum nächsten Mal!

Ostu di Djun in Castagnito
Ein Besuch im Ostu di Djun ist ein Abenteuer, die traditionelle Küche von Mamma Francesca ein Genuss. Neben den schmackhaften Gerichten bekommt man nur beste Weine, übrigens ausschließlich aus der Magnumflasche. Der sagenhafter Besitzer Ciano, ist mehr als sympathisch. Ein Ort, der jede Menge Spaß verspricht. ADRESSE: Via San Giuseppe 1, 12050 Castagnito (CN), Tel. +39 0173 213600