Verkostung von Rosato Weinen aus Italien, aufgezogenen Flaschen auf einen Holztisch in Frankfurt, welcher ist der Beste in der Verkostung?

Trendige Weine - Rose-Weine und Prosecco-Spielarten

Italienische Rosato-Weine liegen im Trend - Ein Ende des Prosecco ist nicht in Sicht, im Gegenteil...

Fotos: Rosato-Weine im Test. Unten: Das Farbspektrum der italienischen Rosé-Weine, zu welcher Farbe greifen Sie?

Da saßen sie nun, Guido Giovo, italienischer Großhändler für feine Kost und Wein im Rhein-Main-Gebiet und meine Wenigkeit, Steffen Maus, zusammen bei 34° C, um der einen, entscheidenden Frage nachzugehen: Taugen die Rosé-Weine aus Italien was, oder sollen die Weinliebhaber, die mehr und mehr Leichtigkeit in ihr Leben lassen wollen, weiterhin zum Weißwein oder gekühlten Rotwein greifen? Kenner trinken keine Rose-Weine, das war einmal. Wie bei vielen Dingen des schönen Alltages, unterliegt auch dies der Veränderung und die neue Generation von italienischen Rosato-Weinen überzeugt auch Skeptiker. Natürlich gibt es weitere, starke Argumente für die guten Weinen der Generation "Blush Pink":

Die Argumente für Rosé-Weine aus Italien

Sie besitzen eine äußerst ansprechende Farbe, das Auge hat oft mehr zu sagen als die Zunge in der Weinbeurteilung. Die Weinmacher verabschieden sich mehr und mehr von dem intensiven, dunklen Farbe roter Johannisbeeren, lassen mit einer kürzere Standzeit auf den Beerenschalen die Farbe eher ins Rosa-Spektrum laufen. Sie sind bekömmlich, weil weniger Restsüße und mehr Gerbstoff akzeptiert wird. Das verleiht den Weinen mehr Rückgrat und Mundgefühl, und die Weine bieten somit als Essensbegleiter mehr Möglichkeiten.

Sie sind innovativ, weil es durch die Rosato-Welle auch in Regionen mehr und mehr Rose-Weine gibt, die traditionell gar nichts damit am Hut haben, etliche Chianti oder Brunello-Winzer in der Toskana erzeugen einen und auch im heißen Apulien macht man neben den traditionellen Negroamaro-Weinen in Pink mit dem Primitivo-Rosato erfolgreiche Erfahrungen. Sie sind in der Regel recht säurebetonter als ihre französischen und spanischen Pendants, das verlangt ein zweites Hinschmecken, weil es in Italien nun einmal viele Rotweinrebsorten mit einer ansprechenden Säure gibt. Der 2014er Jahrgang, der ein säurebetonter ist, unterstützt dieses mineralisch-animierende Geschmacksgefühl. Sie sind preislich eine gute Alternative im einstelligen Eurosegment, bei den Frauen kann man damit punkten, wenn es ein guter Rosato ist, und sie bringen ganz einfach gesagt Farbe ins Leben.

Natürlich sind es Frischeprodukte, und wie überall gilt, dass sie in 1-2 Jahren getrunken werden sollen. Alle verkosteten Weine kommen daher aus dem 2014er Jahrgang. Die Verkostung war abwechslungsreich, eine Reise durch ganz Italien. Aus dem Nordosten Italiens hatten wir einige Rosatos vom Gardasee in Venetien auf dem Tisch. Aus dem Süden die Klassiker Montepulciano aus den Abruzzen und Negoramaro aus Apulien. Spannende Rebsorte ist Gaglioppo im Ciro Rosato aus Kalabrien.

Die besten Rosè-Weinen für den Sommer

 

Italiens Roseweine varrieren in der Farbe von blassem Zwiebelschalenton bis kräftiger, roter Johannisbeere - Die ansprechenden Farbe beeinflusst das Geschmacksurteil eindeutig positiv