Italienischer Prosecco: Hochzeit des Trend-Getränks

Die Nachfrage nach dem prickelnden Vergnügen befriedigt nun auch das Friaul

Ein Gastbeitrag von Kerstin Reinhardt, Trier

Prosecco ist in einigen Kreisen immer noch verpönt. Doch wer ihn als Getränk minderer Qualität abtut, entpuppt sich als Banause. Der Kenner weiß: Prosecco kann qualitativ überzeugen und erfreut durch regionale Finessen. So bringen die Provinzen Venetien und seit einigen Jahren auch in Friaul-Julisch Venetien eine Reihe exzellenter Schaumweine, Perlweine und sogar Stillweine unter der geschützten Herkunftsbezeichnung Prosecco hervor. Es lohnt sich also nachzuschmecken – nicht zuletzt, weil der prickelnde Wein die Basis vieler sommerlicher Cocktails ist. Wer einen guten Prosecco in Reinform trinken möchte, wird eher im guten Fachhandel fündig, wie zum Beispiel online im Andronaco Shop des Italienspezialisten.
Während Prosecco in Italien ein klassischer Aperitif ist, kam er in Deutschland erst spät in Mode. Als „Mädchenbrause“ verschrien, galt er lange Zeit als Getränk minderer Qualität – ein Ruf, der sich langsam ändert . Grob betrachtet ist das Herstellungsverfahren eines hochwertigen Prosecco nämlich dem des Champagners oder Sekts ähnlich.

Prosecco als Zutat vieler sommerlicher Drinks

Prosecco ist im Kommen, die verfügbare Menge aus Italien wächst Jahr für Jahr. Als Basis vieler sommerlicher Drinks – die meisten aus Italien – ist er gesetzt. Aperol kombiniert mit Prosecco wird zum Aperol Spritz, einem der beliebtesten alkoholischen Getränke für warme Tage. Weniger bekannt, dafür ein zeitloser Klassiker ist der italienische Negroni: Gin, Martini und Prosecco zu gleichen Teilen, serviert auf Eis. Ebenfalls aus Italien kommt der „Tocco rosso“ – bestehend aus Aperol, Holunderblütensirup, Eis, frischer Minze und natürlich Prosecco. Und nicht nur in seiner Heimat Venedig ein Genuss ist der Bellini aus Dreivierteln Prosecco und einem Viertel Pfirsichpüree.
Im Sommer soll es im Glas und auf der Zunge prickeln. Wie sehr, das bestimmt beim Prosecco der Druck in der Flasche. Dieser macht den Unterscheid zwischen Still-, Perl- und Schaumwein aus. Während der Stillwein außerhalb der Landesgrenzen Italiens kaum eine Rolle spielt, ist der Perlwein unter der italienischen Bezeichnung „Frizzante Prosecco“ hierzulande bekannter. Kennzeichnend ist ein Flaschendruck von weniger als 3 bar. Der hochwertigste Prosecco ist aber der Spumante mit mehr als 3 bar.
Gerade in den letzten Jahren hat sich Prosecco zu einem wahren Hype entwickelt. So gibt es bei Hochzeiten und anderen Feiern den beliebten Trend „Pimp your Prosecco!“ Hierbei werden Früchte, Sirup und Kräuter bereitgestellt, damit jeder Gast seinen Prosecco nach Lust und Laune verfeinern kann.

Prosecco-Traube: Wo kommt sie her?

In Italiens hügeligen Landschaften erstrecken sich namhafte Anbaugebiete, die nicht nur gute Rot- und Weißweine hervorbringen, sondern auch Trauben für die Spumante-Herstellung. Asti Spumante ist ein weiterer, einer der bekanntesten Spumante Italiens. Er wird im Anbaugebiet des Piemontes erzeugt und ist stets ein sehr süßer Sekt mit wenig Alkohol. Im östlichen Venetien und nun auch im westlichen Friaul ist der prickelnde Prosecco die Spezialität, die Brut, Extra dry oder dry sein kann und somit in der Süße stark variieren kann. Der Alkohol liegt bei 11.0 bis 12.5 Vol% in der Regel. Weit mehr als 150 Millionen Flaschen werden jährlich abgefüllt: Neben Spumante auch große Mengen Frizzante und ein klein wenig Stillwein, stets mit der Sorte Glera, die früher einmal Prosecco hieß und nun so wie in der Überschrift nicht mehr heißen darf.

Mehr Infos zum Thema finden Sie im ausführlichen Spezial Prosecco Superiore DOCG.