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Ob Valpolicella, Ripasso oder Amarone, es sind die gleichen Trauben, der Unterschied liegt einzig in der Verarbeitung und dem unterschiedlichen Mengenverhältnis. Und natürlich im Ergebnis. Und wenn auch der Amarone sich als König präsentiert – auch alle anderen Valpolicella-Weine können sich sehen lassen. Und trinken.

Die Geschmacksvielfalt im Valpolicella

Junge Valpolicella-Jahrgänge kokettieren mit rubinroter Farbe, einem feinen und weinigen Duft und Geschmacksnoten, die an Kirsche und Rosen erinnern. Sie präsentieren sich mit lebendiger Frische, sind trocken und sanft, verwöhnen mit einer harmonischen Tanninstruktur und einer angenehmen leicht bitteren Note.
Der Valpolicella Superiore, der aus ausgewählten Trauben und Lagen stammt, braucht mindestens ein Jahr Reife, um seine charakteristischen granatroten Reflexe in seiner rubinroten Farbe zeigen zu können. Sein Duft, der eine leichte ätherische Note trägt, erinnert an Vanille. Den Gaumen überzeugt er mit einem feinen, ausgewogenen, trockenen und samtigen Charakter.
Für den Valpolicella Ripasso Doc wird der Basiswein für etwa 15-20 Tage mit dem Trester vereint, der aus der Amarone-Produktion stammt. Dadurch gewinnt dieser eine dichtere Struktur. Er entwickelt einen höheren Alkoholgrad und ein dezenteres Säurespiel und erhält mehr Extrakte und phenolische Substanzen. So entstehen Ripasso-Weine, die nicht nur mit großer Ausgewogenheit, sondern auch einer enormen Lagerfähigkeit bestechen. Neben seiner leichten ätherischen Note zeigt der Ripasso im Duft Töne, die an Vanille und Rosen erinnern. Am Gaumen präsentiert sich sein feiner und harmonischer Charakter trocken und weich. Aufgrund ihrer unkomplizierten Art passen diese Weine hervorragend zu winterlichen Primi Piatti mit Fleisch und Wild oder Secondi Piatti mit Wurst, aber auch zu kräftigem Käse von  mittlerer Reife.

Der Recioto ist ein durch Alterung süßer Dessert-Wein, still und reich. Wie auch beim Amarone, werden die Trauben für den Recioto  – bis eine hohe Zuckerkonzentration erreicht ist - in speziellen Lagern für 100-120 Tage getrocknet. Durch den Stillstand der alkoholischen Gärung verbleibt ein hoher Anteil an Zucker, der den Recioto zu einem idealen Dessertwein macht. Er ist ein sehr exklusiver Wein, mit einer intensiven und dunklen rubinroten Farbe, durch die man bisweilen nicht hindurchschauen kann und duftet unverkennbar nach getrockneten Früchten sowie eingelegten Kirschen. Im Geschmack ist er harmonisch, süß, voll und weich und zugleich mit einer guten und anhaltenden Säure ausgestattet. Nebenbei: Auch wenn der Recioto etwas in Vergessenheit geraten und heute nur noch einem kleinen Kreis von Weinkennern bekannt ist, so legte man mit diesem Wein doch einst die Grundsteine für die heutigen Spitzenweine der Region.