Nördlich von Verona erstreckt sich das Gebiet Valpolicella mit seinen insgesamt neunzehn Gemeinden. Liebliche Weinberge, Obst- und Olivenbäume, rustikale Bauernhäuser sowie etliche prächtige venezianischen Villen neben herrlich grünen Hochebenen, tosenden Wildbäche, tiefen Schluchten und eindrucksvollen Grotten – es scheint fast, als habe die Natur sich hier selbst übertroffen.
Eine Reise durch die Heimat des Amarone ist auf jeden Fall lohnend und hält so manche Überraschung bereit. Beginnen wir in der Valpolicella Classica. Sie ist in drei Gebiete unterteilt, deren Unterschiede vor allem geologischer Natur sind:  das erste, ein Flachland, schließt die Orte Parona, Pescatina, Pontòn und Volargne mit ein. Das zweite hat einen hügeligen Charakter und die meisten Weinberge. Hier finden wir Negrar, Marano, San Pietro in Cariano und Sant’Ambrogio. Das dritte Gebiet umfasst die höher gelegenen Orte der Gemeinden Fumane und Negrar.  Der nördliche Teil gehört zum Lessinia-Nationalpark, der sich bis zum Trentino erstreckt.  Der Park ist vor allem bekannt wegen  der Veja-Brücke, Europas größter natürlicher Brücke, aber auch die eindrucksvollen Wasserfälle von Molina und die „Spluga della Preta“ einer der weltweit tiefsten Karstabgründe, machen einen Besuch lohnend.

Sehenswertes im Valpolicella - Fumane und Umgebung

Kirche San Marziale: Bekannt ist diese Kirche aus dem 13. Jh. für ihre wunderschönen freskenverzierten Votivtafeln und einem herrlichen Flügelaltar.
Villa Della Torre Cazzola: Ein architektonischer Komplex, errichtet von Graf Girolamo della Torre im 16. Jh., nach dem Modell einer römischen Villa.
Lessinia-Nationalpark: Besonders für Wanderer und Archäologen sehr interessant. Hier findet man Ponte di Veja, Europas größte natürliche Brücke,  ein Felsenbogen der etwa 50 Meter hoch und 17 Meter breit ist. Außerdem die eindrucksvollen Wasserfälle von Molina und einen der weltweit tiefsten Karstabgründe. Zudem wurden in der Region hochinteressante archäologische Funde gemacht, über die man sich in mehreren Museen informieren kann.  Im  Informationszentrum werden verschiedene Parkführungen angeboten.

Negrar und Umgebung

Villa Mosconi: Diese Villa aus dem 18. Jahrhundert mit zahlreichen Fresken, Statuen und einem wunderschönen Garten lässt sich nur als prachtvoll bezeichnen. Sie ist Sitz der Weinkellerei Bertani.
Garten der Villa Rizzardi: Der Garten der Villa Rizzardi im Ort Pojega wurde im 18. Jh. von Luigi Trezza angelegt.  Zu ihm gehört das größte  Gartentheater Italiens, wo auch heute noch verschiedene Veranstaltungen stattfinden.
Römische Villa: Hier handelt es sich um die Überreste einer altrömischen Villa mit noch erhaltenen Mosaik- und Marmorböden, die ausgegraben wurden.  Sie wird dem 3. Jahrhundert n. Chr. zugeordnet.
Arbizzano - Kirche San Pietro: Diese Kirche in Arbizzano stammt aus dem 17. Jahrhundert und ist auf den Resten eines christlichen Tempels aus dem 5. Jahrhundert erbaut. Der Besuch lohnt auch wegen der schönen Skulpturen aus dem 18. Jahrhundert und einem Heiligenschein-Tryptichon aus dem 14. Jahrhundert.
Dolcè - Villa Del Bene: Sie gilt als eine der Schönsten im Veneto, stammt aus dem 16. Jahrhundert und kann in Volargne, einem Ortsteil von Dolcè, besichtigt werden.  Besonders beachtenswert: die herrlichen Fresken an Treppen, Loggia und in einigen Zimmern.

Weitere sehenswerte Kirchen

Kirche San Martino  in San Floriano, Ortsteil Corrubio: Die Kirche wurde aber bereits 1067 das erste Mal urkundlich erwähnt,  ihre heutige Form hat sie jedoch im 19. Jahrhundert erhalten.  Der Besuch lohnt auch wegen einiger schöner und interessanter Gemälde aus dem 17. und 18. Jahrhundert.
Kirche in San Giorgio di Valpolicella: Diese romanische Kirche wurde zum Teil im 8. und zum Teil im 11. Jahrhundert errichtet.  Sie ist dreischiffig, hat eine doppelte Altarnische und viele Fresken.
Kirche in San Floriano: Die Kirche San Floriano wurde im 10. Jh. errichtet und im 18. Jh. umgebaut. Ebenfalls dreischiffig mit glatter Tuffsteinfassade  gilt sie als das schönste romanische Gebäude im Valpolicella.
Kirche San Marco in Pozze di Valgatara: Eine kleine romanische Kirche aus dem 12. Jahrhundert mit schönen Fresken.

Eine aktuelle App fürs Smartphone oder Tablet mit mehreren Genuss-Touren durchs Anbaugebiet gibt es (in englischer Sprache) auf der offziellen Seite der Weinstrasse im Valpolicella zum kostenlosen Download.