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Fiano und Greco - Moderne Charaktere mit historischen Herzen

Weißweine aus Avellino und Tufo in Kampanien

Schon die alten Römer hatten eine Schwäche für die Weine, die aus den Rebsorten Fiano und Greco gekeltert wurden. Heute gehören sie zu den großen Weißweinen Italiens. Mit lebendiger Säure, facettenreichen Aromen und einem Mund füllenden Körper vereinen sie die Vorzüge des Rieslings und des Burgunders − und präsentieren sich als moderne Charaktere, ohne ihre Herkunft zu verleugnen.

Fiano - Süditaliens bester Weißwein

Colli di Lapio ist nur ein Zwerg unter den Weingütern der Irpinia. Winzerin Clelia Romano und ihr Vater Pasquale beackern mal gerade sechs Hektar Rebfläche. Die aber haben es in sich! Denn die Lage des Weinbergs Arianello zwischen den Flüssen Sabato und Calore ist bis zum späten Abend von der Sonne verwöhnt und durch Winde bestens belüftet. Die Reben wurzeln hier auf rund 500 Metern Höhe in sehr kalkhaltigem Lehmboden, profitieren zudem von den großen Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht. Lapio gilt daher als eine der besten Lagen für den Fiano di Avellino. Clelia selbst ist eine Winzerin mit Familiensinn, Bewusstsein für Traditionen und einer Schwäche für biologische Prinzipien. Sie hegt und pflegt ihre Reben mit ebenso viel Herz, wie sie auch die Familie zusammenhält. Ihr Fiano di Avellino gehört zu den besten Weinen Kampaniens, ein Tropfen, wie er authentischer nicht sein könnte, der das Terroir so eindrucksvoll wie kaum ein anderer zum Ausdruck bringt. 

Den Weinen neues Leben eingehaucht - dank Politik und Investitionen

Das Weinimperium Feudi di San Gregorio wurde 1994 in Sorbo Serpico inmitten der rauen und zugleich sanften Landschaft des kampanischen Apennin-Gebirges gegründet. Es steht dank großer Investitionen und einer ausgefeilten Marktstrategie wie kein anderer Produzent für die Renaissance der authentischen Weine der Region. Man operiert wie ein global player und mit enormer Dynamik, die freilich, wie auch die Kellerei mit ihrer High-Tech-Architektur, etwas zu kalt und abgehoben wirkt. Fans des zeitgenössischen Designs werden sich in den kubischen Bau aus viel Glas und Stahl ganz sicher verlieben, den Romantikern bietet allenfalls das mit geschickter Licht- und Beschallungstechnik in Szene gesetzte Kellergewölbe etwas fürs Herz. Aber man hat in den letzten 16 Jahren auch viel Geld in die rund 300 Hektar alten und neuen Weinberge gesteckt. Und so zeigt das Unternehmen über seine Weine dann doch, dass es – wenn auch nicht so warmherzig wie in Colli di Lapio – mit der Region verwurzelt ist. Zwischen diesen beiden Polen, dem kleinen Winzer und dem Big player, bewegt sich die Produktion des Fiano di Avellino und des Greco di Tufo.

Charakterköpfe aus Kampanien - das Land färbt ab

Fiano aus Avellino? Greco di Tufo? Es ist keine Schande, wenn man die Namen dieser Vorzeige-Weißweine Kampaniens noch nie gehört hat. Nördlich der Alpen kennen sie ohnehin nur eingefleischte Liebhaber italienischer Weine. Warum aber zählen diese beiden nahezu unbekannten Weißweine dann zu den außergewöhnlichen Weinen des Landes? Ganz simpel gesagt: wegen ihres durch und durch kampanischen Charakters. Anders ausgedrückt: Sie sind meilenweit vom Geschmack der allseits bekannten und beliebten italienischen Weißweine wie beispielweise dem Pinot Grigio entfernt. Sie erschließen sich auch nicht beim ersten Schluck. Aber wenn man ihnen die Aufmerksamkeit widmet, die ihnen als große Weißweine Italiens zukommt, wird man von den verführerischen Düften, ihrem grazilen bis vollen Körper und ihrem grandiosen Geschmack begeistert sein. 

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