Foto oben: Blick auf Montalcino vom Weingut Siro Pacenti im Osten des Anbaugebietes
Foto unten: Blick vom Weingut Il Poggione auf den Monte Amiata-Ausläufer und die Weinberge im Südwesten.

Sant'Antimo – Die Geschichte eines Weines


Die Weine der DOC Sant'Antimo erhalten ihren Namen von der mittelalterlichen Abtei Sant’Antimo, die wenige Kilometer südlich von Montalcino der Legende nach von Karl dem Großen im Jahr 1100 gegründet wurde. Beim Wein handelt es sich um die jüngste DOC (1996) in Montalcino. Sie ist der Ausdruck des Willens der Produzenten, die gesamte Weinproduktion in Montalcino mit einer DOC-Qualitätsgarantie zu versehen. Heute sind 100% der Weinberge in Montalcino DOC-Ware und das Gebiet erfüllt das Konzept der kompletten Nachvollziehbarkeit der Produktionskette. Und wen sollte es wundern, dass man in dieser besonders für den Weinbau geeigneten Gegend nicht nur mit dem autochthonen Sangiovese, sondern auch mit internationalen Rebsorten sehr gute Weine erzeugen kann?

"Französische Rebsorten werden durch das Terroir von Montalcino geprägt, doch behalten Cabernet und Syrah ihren unverwechselbaren Rebsortencharakter, der so viele Liebhaber kennt", Steffen Maus


Die Doc Sant’Antimo erlaubt weiße und rote Weinsorten. Der Sant’Antimo Rosso darf Cabernet, Merlot und Pinot Noir enthalten, während der Sant’Antimo Bianco aus Chardonnay, Sauvignon und Pinot Grigio erzeugt werden kann. Daneben sind ein Sant’Antimo Vin Santo (aus weißen Trauben) und ein Sant’Antimo Vin Santo Occhio di Pernice (aus roten Trauben) erlaubt. Je nach Typ hat er sehr unterschiedliche Eigenschaften. Das Spektrum reicht von wenig anspruchsvollen Weinen für den Alltag, bis zu sehr hochwertigen Tropfen, von sortenreinen Weinen bis zu gelungenen Cuvées aus mehreren Traubensorten.