FOTO: Steffen Maus, Weinwelten Chefredakteur - Die Sonne Badens - Herbert Heil, Journalist aus Wiesbaden

Weingenuss in Italien und Deutschland

Ein Blick auf das Ranking der größten Weinbaunationen der Welt verrät, dass Länder wie Italien und Deutschland auf vorderen Plätzen rangieren. Dafür gibt es viele gute Gründe. Für viele Menschen ist es der Inbegriff von Lebensqualität, gemeinsame Momente mit der Familie oder Freunden zu genießen und sich kulinarisch verwöhnen zu lassen. Hierbei darf ein edler Tropfen nicht fehlen. Eine lange Tradition in Italien: Der Weinanbau ist in Italien nicht nur mit einer langen Tradition verbunden, sondern zugleich ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Die Ursprünge reichen weit zurück. Heute heißt es, dass Griechen schon um 1.000 v. Chr. Rebstöcke in der Mittelmeerregion anpflanzten. Bis heute sind Weinanbaugebiete wie Veneto, Sizilien oder Apulien für ihre Tafelweine bekannt. Weinkreationen unterschiedlicher Qualitätsstufen lassen die Herzen von Weinkennern höher schlagen. Die nachfolgenden Weinbauregionen sind von besonders großer Bedeutung: 
 
Toskana - Diese Region ist in erster Linie für den Chianti bekannt, der in diesem Gebiet etwa ein Drittel der Weinherstellung ausmacht. Der hochwertige D.O.C.G.-Rotwein Brunello entstammt ebenfalls der Toskana.
 
Piemont - Der Piemont ist ein wichtiges Anbaugebiet für Rotwein. Großer Beliebtheit erfreut sich der rote Barolo, der aus der Rebsorte Nebbiolo gewonnen wird. 
 
Sizilien - Auf Sizilien werden zwar nur ausgewählte D.O.C.-Weine, doch dafür sehr gute IGT-Weine produziert. Zudem ist die Region für den Marsala bekannt. Dieser Starkwein wird durch ein spezielles Verfahren hergestellt. 

Beliebte Touristenziele 

Unter Reisenden sind italienische Weinbaugebiete sogar wichtige Ausflugsziele. Heute wird in nahezu jeder italienischen Provinz Wein angebaut. Deshalb ist das Land auch einer der größten Weinproduzenten weltweit. Im Gegensatz dazu beschränkt sich der Weinanbau in Deutschland weitgehend auf den Südwesten des Landes. Deutschlandweit sind etwa 100.000 Hektar mit Reben bestockt. Diese Fläche ist im Vergleich zu Weinbaunationen wie Frankreich zwar recht gering. Dennoch ist die hiesige Weinindustrie bemerkenswert. Zahlen belegen, dass Deutschland der größte Weinimporteur weltweit ist. 
 
Vielfältige Weine aus deutschen Gefilden: Die Vielfalt reicht von mittelmäßigen klassischen Weinen bis hin zu Spitzenerzeugnissen. Ein Beispiel für Vorzeigeweine aus Rheinhessen sind die Weine der Marke Reichsgraf von Ingelheim. Wer erste Reichsgraf von Ingelheim Erfahrung gesammelt hat, wird die geschmacklichen Vorzüge der Riesling- oder Kabinett-Kreationen gewiss nicht mehr missen wollen. 

Deutschland: Ein Weißweinland 

Weine von Herstellern wie diesem belegen übrigens, was für den Weingenuss in Deutschland üblich ist. Zweifelsohne ist Deutschland ein Weißweinland, in dem hervorragende und erstklassige deutsche Weine produziert werden. Mittlerweile ist es einigen Winzern aber auch gelungen, in Deutschland schmackhafte Rotweine von internationalem Format herzustellen. Deshalb wird der deutsche Weinbau zwar niemals so eine wichtige Rolle wie die italienische Weinkultur spielen. Aber dennoch haben die Spezialitäten ihre Vorzüge. So sind deutsche Weine im Alkohol vergleichsweise leicht. Wer die geschmacklichen Besonderheiten dieser Weinkreationen selbst testen möchte, sollte sich den einen oder anderen Genussmoment deshalb nicht entgehen lassen.