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Die rasante Entwicklung der letzten 20 Jahre

Zahlen und Fakten vom Konsortium, der Link zu Venedig und Verona

Das rasante Wachstum der erzeugten und auch verkauften Weinmenge in den letzten 15 Jahren spricht für sich: Waren es im Jahre 2008 lediglich 6,6 Mill. Liter Wein, so stieg die Menge bis 2015 auf 11,5 Mill. Liter Lugana-Wein, was allein schon eine riesige Erfolgsstory ist. Doch die letzten 5 Jahre verzeichneten dann einen weiteren, starken Anstieg der Lugana-Menge und der Lugana-Nachfrage!!!
2016 – 12,7 und 2017 – 14,9 und 2018 – 17,8 Mill. Liter, weil parallel natürlich die Rebfläche stark zugenommen hat, und an etlichen Neuanlagen zum ersten Mal Trauben geerntet wurden.

So eine dynamische Entwicklung ist sehr selten, allenfalls mit dem Amarone-Zuwachs im benachbarten Valpolicella auf der anderen Seite des Gardasees bzw. dem apulischen Erfolgsrotwein Primitivo und seiner Salento-Rebfläche vergleichbar. Auch dort wurden mehr als 100 ha pro Jahr neu gepflanzt. Das riesige Wachstum des Prosecco DOC ist kein Vergleich, spielt in der Liga des Alltagsweines für kleines Geld wie der Lambrusco.

Die Rebfläche im Detail: Gab es vor dem Jahr 2000 noch weniger als 600 ha eingetragene Fläche, so sind es aktuell 2.470 ha Lugana-Rebfläche. Das Konsortium verfolgt das mit einem wachen Auge, und hat nun seinerseits auf die Bremse getreten, so dass die Flächenzuwachs zum Erliegen kommen wird. 

Jedes Jahr der letzten 20 Jahre pflanzten die Winzer zwischen 20 – 120 ha Weinberge neu an. Besonders viel war es in den Jahren 2016 und 2018 mit 420 ha bzw. 250 ha Fläche neuer Weinberge! Zu relativieren ist dabei, dass es mehr als 150 Betriebe gibt, die Lugana DOC verkaufen.
Die Region Lombardei verantwortet den Hauptanteil, denn dort wächst mehr als 80% des Lugana-Weißweines. Im Veneto stieg die Rebfläche von 110 ha vor dem Jahr 2000 auf aktuell 270 ha Rebfläche. Der venetische Teil jedoch, der nur die Gemeinde Peschiera del Garda umfasst, ist führend in Bezug auf das Handelsvolumen. 60% der gefüllten Weine (ca. 16 Mio. Flaschen im Jahr) stammen von veronesischen Produzenten. 

Preiswert und stabil im Markt

Und jetzt die spannende Frage, wie hat sich die große Mengenzuwachs auf den Preis der Trauben und des Weines ausgewirkt? Bis zum Jahre 2017 hat sich der Traubenpreis/Doppelzentner von 110 auf 205 € entwickelt, der Offenweinpreis von 220 auf 405 € und der mittlere Preis pro Flasche von 3.20 € auf 4.80 €. Das ist beeindruckend! 
Angesichts der wachsenden Menge an Lugana, stellt sich die Frage, ob sich der erzielte Preis im Handel mittelfristig halten lässt? 
In Anbetracht der wachsenden Zahl von Exportmärkten und der vergleichsweise kleinen Menge von 22 Mill. Flaschen, weit weit weniger als Pinot Grigio DOC oder Prosecco DOC, selbst als Prosecco DOCG mit rund 100 Mill. Flaschen, und angesichts der überdurchschnittlich großen Zahl an erfahrenen Unternehmern und Geschäftsführern - im Gegensatz zu Kleinwinzern mit wenig Markterfahrung - scheint dies möglich zu sein. Die Erfolgsgeschichte Lugana kann sich fortsetzen, zumal der Wein eine Eigenständigkeit und Charakter besitzt, den ihm viele zu Beginn des Booms und angesichts der hinkenden Vergleiche mit Trebbiano nicht zugetraut haben. 

„Der Erfolg dieses internationalen Engagements liegt allein in der Qualität eines einzigartigen, raffinierten und modernen Produkts, das gleichzeitig direkt und komplex ist, dessen optimales Preis-Leistungs-Verhältnis in der Lage ist, die Kunden in allen Regionen der Welt an sich zu binden.“

Verona und Venedig für Urlauber

Im Hinblick auf den Tourismus die beiden wichtigsten Städte Venetiens, sind von Lugana aus leicht erreichbar: zur ersten gelangt man in 20 Minuten, zur zweiten in einem Stündchen. 
Verona, Hauptstadt der Provinz und UNESCO - Weltkulturerbe aufgrund seines Städtebaus und der Architektur, wird aufgrund seines reichen künstlerischen Erbes jedes Jahr von fast 3 Millionen Touristen besucht. Die Arena, eines der größten erhaltenen römischen Amphitheater, wurde im 1. Jahrhundert vor Christus erbaut. Castelvecchio, das beeindruckende mittelalterliche Bauwerk, das Cangrande II. della Scala im 14. Jahrhundert erbauen ließ, beherbergt das Städtische Kunstmuseum.  In San Zeno Maggiore, einem der Meisterwerke der romanischen italienischen Architektur, kann man das berühmte Triptychon mit Madonna und Heiligen von Andrea Mantegna bewundern. Die malerische, lebhafte Piazza delle Erbe liegt an der Stelle des antiken Forum Romanum. Die Arche Scaligere, die monumentalen Gräber der Herren von Verona, sind in einer der bezauberndsten Ecken der Stadt gelegen.

Venedig, Hauptstadt der Region und der Provinz, Patriarchensitz und Universitätsstadt, UNESCO - Weltkulturerbe, erhebt sich auf einem Archipel von kleinen Inseln inmitten der venezianischen Lagune, 4 Kilometer vom Festland und 2 vom Meer entfernt. 
Dieses städtebauliche Juwel und Ort voll magischer Atmosphäre, ist aufgrund seiner Lage, seinen Traditionen und seinem künstlerischen Reichtum eine weltweit einzigartige Stadt. Spektakulär und malerisch ist der Markusplatz mit der beeindruckenden, wunderschönen Markuskirche, Meisterwerk der romanisch-byzantinischen Architektur, die im 9. Jahrhundert errichtet wurde und in ihrem Inneren reich an beeindruckenden Gold-Mosaiken ist. Der Dogenpalast, Ausdruck der Macht und Herrlichkeit der Republik der Serenissima, ist ein außergewöhnliches Beispiel für die gotisch-venezianische Architektur. Die Biblioteca Marciana ist ein Schmuckstück der venezianischen Architektur des sechzehnten Jahrhunderts. In der Gallerie dell’Accademia, der größten venezianischen Gemäldegalerie, sind unter anderem Meisterwerke von Carpaccio, Giovanni Bellini, Giorgione, Tiziano, Veronese und Tintoretto zu sehen.  
Santa Maria Gloriosa dei Frari, eine der größten Kirchen Venedigs, Pantheon der Berühmtheiten der Stadt und übervoll mit Kunstwerken, wurde zwischen dem 14. und 15. Jahrhundert von den Franziskanern im gotischen Stil errichtet. Santa Maria della Salute, majestätisches Meisterwerk der barocken venezianischen Architektur, wurde im 17. Jahrhundert von Baldassarre Longhena erbaut. Und schließlich der Canal Grande, der größte innere Wasserlauf, der die Stadt in zwei Teile trennt und der auf beiden Seiten von einer unendlichen Reihe von Adelshäusern flankiert ist, darunter der Palazzo Cornèr oder Ca’ Granda, Ca’ Rezzonico, Ca’ Foscari (Sitz der Universität), Palazzo Grassi, Palazzo Grimani, Ca’ d’Oro, Ca’ Pesaro, bis zur berühmten Rialtobrücke.