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Das Terroir - Boden, Rebsorte, Klima

ebenso wie Golf, Therme, Tourismus und Kultur

Der größte Teil der Weinberg wächst nahe des Sees, es ist ein noble Ebene mit fruchtbaren Böden mit lehmiger Grundsubstanz, von moränischer Herkunft und sedimentärer Natur. Die Böden sind überwiegend kalkhaltig, reich an mineralischen Salzen, für den Winzer sind sie jedoch dicht, hart und schwer zu bearbeiten, wenn es trocken ist, weich und schlammig, wenn es regnet. Aber genau dieser Lehm prägt den Geschmack des Lugana, ihm verdankt der Wein Körper und Farbe, Säure und Geschmack, sein kräftiges, klares Bouquet zwischen Mandel und Zitrusfrucht. In Lugana gibt es wenig Tag-Nacht-Temperaturschwankungen, das Mikroklima beeinflussen die Winde des Gardasees positiv. Diese „klimatische Wiege“ zusammen mit der besonderen Traube Turbiana kreiert den Weingeschmack. Ein enger Verwandter ist der Trebbiano di Soave, der jedoch an alten Pergola-Reben auf vulkanischen Hügeln angebaut wird. Turbiana wurde lange mit Verdicchio dei Castelli di Jesi in Verbindung gebracht. Er unterscheidet sich aber duch seine speziellen aromatischen Eigenschaften von ihm. Der Trebbiano di Lugana ist feiner, er ist in gentechnischer, agronomischer und önologischer Hinsicht anders.

Eine Nahaufnahme des Gebietes

Ein wichtiger Bereich des Anbaugebietes ist der der kalkhaltigeren Lehmböden, der von West nach Ost in der Ebene zwischen Desenzano, Sirmione, einem Teil der Gemeinde Pozzolengo und Peschiera verläuft. Dies ist das pulsierende Herz des Anbaugebiets und hier, zwischen Rovizza und Lugana – beides übrigens Ausdruck des seebezogenen, mineralischen Stils - liegt der Ursprung des Anbaus. Es ist zu erwähnen, dass hier die Ausbreitung der Weinberge durch den Baubedarf für die Tourismuswirtschaft gebremst wurde.
In der Venetien-Gemeinde Peschiera del Garda liegt dagegen San Benedetto di Lugana, für viele Heimat einer der edelsten Weinberge des Lugana. Der zweite zentrale Bereich ist eher hügeliger Natur, vom Torre Monumentale di San Martino della Battaglia in Richtung Pozzolengo und in Richtung Lonato. Hier sind die Lehmböden sandiger, verlaufen wellenförmig, weicher bis max. 130 m ü. NN. Interessanterweise gibt es dort Böden mit einer starken Präsenz von Kieselsteinen. Im Geschmack sind die Weine dagegen weniger mineralisch, säurebetonter und gleichzeitig kräftig im Körper.

Kulturelle Appetithappen für Urlauber

In Desenzano kann man den Dom bewundern, in dessen Innerem sich das letzte Abendmahl von Tiepolo befindet, und die römische, mit Mosaiken geschmückten Villa. Im Archäologischen Museum von Rambotti befindet sich der Pflug von Lavagnone: aus Eichenholz gebaut und aus dem Jahr 2000 v.Chr. stammend, ist er der älteste der Welt.

Der majestätische Dom des Heiligen Johannes des Täufers in Lonato ist reich an Marmor, Statuen und Gemälden. In der Nähe der zentralen Piazza ragt der aus dem 16. Jahrhundert stammende, 55 Meter hohe Turm Torre Maestra hervor, dessen Glocken die Tagesabläufe der Bauern regelten und in den Momenten der Gefahr läuteten. Auf einem Hügel im hinteren Teil der Region steht der Mauerring der Rocca, einem ehemaligen Befestigungsgürtel aus mächtigen Bollwerken, der in seinem Inneren das interessante Ornithologische Stadtmuseum Beherbergt. Sehenswert ist auch das Hausmuseum von Podestà, das im fünfzehnten Jahrhundert erbaut wurde und heute der Ugo da Como-Stiftung gehört.

Die größte architektonische Sehenswürdigkeit in Pozzolengo ist zweifellos die eindrucksvoll auf einem Hügel gelegene Schlossanlage, umgeben von ursprünglichen Rundtürmen. Die 1510 erbaute majestätische Kirche San Lorenzo wurde 1740 erweitert, indem ihr Grundriss in ein Kreuz geändert und eine zentrale Kuppel hinzugefügt wurde. Im Inneren können Sie die Antegnati-Orgel von 1608 sowie ein großes Bronzeportal des Bildhauers Don Luciano Carnessali bewundern. Pozzolengo, während der Risorgimento-Bewegungen Schauplatz heftiger Konflikte, liegt inmitten der Moränenhügel an den Grenzen der Provinzen Brescia, Mantua und Verona. Es gibt viele Wege und Aktivitäten von Angeln bis Golf in der abwechslungsreichen Umgebung von Pozzolengo zu entdecken.

Sirmione, auch dank der Thermen und der Golf-Clubs das Epizentrum des internationalen Tourismus, bietet ein Spektakel an Attraktionen, so dass schon Ezra Pound James Joyce anvertraute: „der Ort lohnt eine Zugreise. Sie haben die Garantie von Catull und dem Unterzeichner.” 
Es gibt den See, die Oliven, die Villa, die Catull gewidmet ist (ihm jedoch nicht gehörte) und die in der Nähe befindlichen, unvergesslichen Grotten, die ebenfalls dessen Namen tragen. Und dann ist da noch die monumentale, faszinierende Scaligerburg (Castello Scaligero), die die Halbinsel des Gardasees in zwei Hälften teilt, mit den zinnenbewehrten Mauern, den Türmen und dem kleinen befestigten Hafen. In der Nähe der Burg befindet sich die Kapelle von Sant’Anna, die reich an Freskenmalerei ist, und ein wenig entfernt San Pietro in Mavino, die aus der langobardischen Zeit stammt, aber im vierzehnten Jahrhundert im Inneren restauriert wurde.

Peschiera ist seit der Vorgeschichte in Wasser getaucht, als die Leute in großen Pfahlbauten lebten. Es gibt den Gardasee, den Mincio, der unter der Voltoni-Brücke fließt, und es gibt die inneren Kanäle, die die Mauern umspülen. Aber Peschiera hat auch militärische Spuren hinterlassen: „Einwohner weniger Häuser und vieler Kasernen”, wie es Riccardo  Bacchelli beschreibt. Überall kann man die Überreste der Befestigungen der Scaliger, Venezianer, Österreicher und Savoyer entdecken: an den massiven Eingängen im Stadtzentrum mit den Toren Porta Verona und Porta Brescia, die vom berühmten Renaissance-Architekten Michele Sanmicheli entworfen wurden, an den Mauerringen, den Schutzwällen, der mit Türmen bewehrten Festung, den militärischen Bauten, dem Exerzierplatz, den Kasernen der Artillerie.

Das historische Zentrum von Brescia beherbergt mehrere Duzend Kirchen aus allen historischen und künstlerischen Epochen, von Zeugnissen aus der Zeit der Langobarden über Bauwerke aus dem späten 18. Jahrhundert bis zu Arbeiten des Eklektizismus des 19. Jahrhunderts.
Von besonderer historischer und kultureller Bedeutung ist das Kloster Santa Giulia mit der angrenzenden Kirche San Salvatore, UNESCO-Weltkulturerbe. Der alte Dom, die Winterkathedrale der Stadt, ist dagegen eines der wichtigsten Beispiele romanischer Rundbauten in Italien, erbaut im 11. 
Jahrhundert und wertvoller Aufbewahrungsort verschiedener Kunstwerke, wie der Gemälde von Moretto und Romanino. Die Kirche Santi Faustino e Giovita, in der die beiden Stadtpatrone von Brescia bestattet sind, und der neue Dom, die Sommerkathedrale, sind die bedeutendsten Vertreter des bürgerlichen Barock.

HINFAHRTIPPS - GOLF UND THERME 

Garda Golf Country Club, Soiano del Lago (BS)
www.gardagolf.it
Chervò Hotel Spa Resort, Pozzolengo (BS)
www.chervogolfsanvigilio.it
Golf Bogliaco, Toscolano Maderno (BS)
www.golfbogliaco.com
Golf Club Il Colombaro, Salò (BS)
www.ilcolombaro.com
Arzaga Golf Club, Calvagese della Riviera (BS)
www.palazzoarzaga.com
Golf Club Paradiso del Garda, Peschiera del Garda (VR)
www.golfclubparadiso.it

Terme di Sirmione, Sirmione (BS)
www.termedisirmione.com
Villa dei Cedri, Colà di Lazise (VR)
www.villadeicedri.it
Hotel Caesius Thermae e Spa Resort, Bardolino (VR)
www.hotelcaesiusterme.it

Lagenkarte mit allen Weinbergen (farbig nach Winzer) des Anbaugebietes Lugana in der Region Lombardei/Venetien, Editor Alessandro Masnaghetti, erhältlich bei Merum.info