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Das Piemont - Genuss hat einen Namen

Die Heimat der Rotweine Barolo, Barbaresco und Barbera d'Asti/Alba

Das Piemont ist mit legendären Rotweinen und himmlisch duftenden Trüffeln, bezaubernden Landschaften und charmanten Städtchen, uralten Burgen und wunderschönen Schlössern, hohen Alpengipfeln und mediterranen Seen ein Fest für alle Sinne. Ganz besonderes Augenmerk verdient die barocke Hauptstadt Turin, die sich von ihrer Schokoladenseite zeigt. 

Brot und Spiele in Turin

Fiat und Fußball – meist das Einzige, was man mit Turin assoziiert. Verständlich. Spätestens mit der Fertigstellung des riesigen Automobilwerks im Stadtteil Lingotto im Jahr 1923 ist der Name Fiat untrennbar mit der Stadt Turin verbunden. Die Teststrecke auf dem Dach des Werks ist ebenso legendär wie der illustre Agnelli-Clan als Eigner des größten Autokonzerns Italiens. Nicht minder legendär ist Juventus Turin, einer der traditionsreichsten und erfolgreichsten Fußballvereine der Welt. Der wird allerdings schon seit 1923 von Fiat gesponsert und gehört seit dem Börsengang von Juventus Ende 2001 mehrheitlich der Familie Agnelli. Also gibt es doch nur Fiat und Fußball? Nein, auch Lancia, Pirelli und andere Betriebe der Autoindustrie.

Barock zum Verlieben und das Leichentuch im Dom

In Anbetracht dessen, dass rund drei Viertel aller italienischen Autos in Turin produziert werden, wundert es nun wahrlich nicht, dass viele glauben, Turin sei das italienische Detroit – also eine Industriestadt, die man bei einer Italienreise getrost links liegen lassen kann. Tja, so kann man sich irren! Torino ist nämlich eine der prächtigsten Barockstädte Europas. Elegant, prunkvoll, geschichtsträchtig. Dazu noch eingerahmt von einer eindrucksvollen Alpenkulisse und mit der grünen hügeligen Landschaft des nahe gelegenen Monferrato und der Langhe. Vor rund 2.000 Jahren als römisches Feldlager gegründet, sah Turin so manche Herren kommen – und gehen. Ihre Überbleibsel säumen heute Turins Straßen und Plätze: die eindrucksvolle Porta Palatina der Römer, die Schlösser, Kirchen und Statuen der Savoyer, die vielen wunderschönen Barock-Palazzi aus Turins Blütezeit unter der Herrschaft der französischen Königin Maria Christina. Weltberühmt ist der Dom San Giovanni mit seiner Renaissancefassade, in dessen Kapelle das angebliche Leichentuch Christi gehütet wird. Es wird freilich nur alle 25 Jahre gezeigt, das nächste Mal im Jahr 2025.

Turiner Kinokultur und Geschichte

Ein weiteres Highlight ist der elegante Palazzo Reale, in dem Vittorio Emanuele II. zum König gekrönt wurde, der Turin für vier Jahre zur Hauptstadt Italiens machte. Zu den Höhepunkten gehört auch der weit sichtbare Kuppelbau der Mole Antoneliana. Einst als Synagoge geplant, beherbergt er heute eines der größten Kinomuseen Europas. Wer mit dem gläsernen Fahrstuhl im Inneren des Bauwerks auf die Aussichtsplattform in die schwindelnde Höhe von 167 Metern fährt, hat einen umwerfenden Panoramablick auf die Umgebung Turins bis zu den Alpen. 

Entspannung beim Kaffee oder Aperitivo

Für Flaneure und Schleckermäulchen ist Turin geradezu ein Paradies. Schon alleine der barocken Arkaden wegen, die sich stolze 18 Kilometer lang durch die historische Altstadt ziehen. Sie wurden erbaut, damit die königliche Parade auch bei schlechtem Wetter abgehalten werden konnte. Heute reihen sich unter den hohen Bögen die schönsten Geschäfte aneinander – von Boutiquen aller Luxus- und Modelabels der Welt über Delikatessenshops bis hin zu Antiquitätengeschäften. Daneben laden unzählige Cafés und Bistros zur Einkehr ein.